Den Elefanten durch die Tür tragen - Gedanken aus der „Langen Nacht der Einsamkeit“ an der Abendakademie Mannheim
Shownotes
In dieser Folge spreche ich darüber:
Warum sich Führung oft einsamer anfühlt als gedacht
Wie Projekte scheitern, obwohl alle „ihr Bestes geben“
Was passiert, wenn Fachbereich und IT aneinander vorbeireden
Warum große Probleme kleiner werden müssen, um lösbar zu sein
Weshalb Umsatz ohne Befähigung langfristig Schaden anrichtet
Wie Rollenwechsel Misstrauen erzeugen können
Warum der Körper oft früher weiß, dass etwas nicht stimmt
Was mich dazu gebracht hat, Konzern und Mittelstand hinter mir zu lassen
Wie aus jahrelangem Projektfeuer die Idee von ZeroFire entstanden ist
**Der Kern dieser Folge: **Sag früher, was nicht funktioniert. Mach Probleme kleiner, nicht dich selbst. Und hör auf, Elefanten mit Gewalt durch Türen zu drücken.
Weitere Infos zu Christoph Jimenez Ramos findest du auf Linkbeschreibung
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Transkript anzeigen
00:00:00: Vielen Dank, Herr Martin.
00:00:02: Stelle mich mal bewusst hinter dieses Pulte.
00:00:07: Wer von Ihnen hat zu Hause ein Computer?
00:00:13: Wer hat eine Banking-App, die manchmal streikt?
00:00:18: Eine App von Banking oder die nicht so funktioniert, wie sie soll?
00:00:24: Kennen wir, glaube ich, alle.
00:00:26: So, jetzt komme ich mit einem Thema nach so einem großartigen Auftritt.
00:00:30: Christiane, vielen Dank, dass du hier aufgetreten bist und gesprochen hast.
00:00:36: Ich bin immer noch blöd, aber ich glaube, ich kann auch einen kleinen Geschichte erzählen.
00:00:44: Die Geschichte fing an, nachdem ich meine Ausbechnung gemacht hatte und mich relativ schnell gemerkt habe, langweiliges Projektgeschäft ist nichts für mich und Sachbearbeitung ist auch nichts für mich.
00:01:03: Mein Arbeitgeber hat dann gesagt, wechsel doch mal die Seite und bestelle ein System.
00:01:12: oder kreiere mit uns zusammen ein System.
00:01:16: Und nicht als Endanwender, sondern als der, der es quasi mitgestaltet hat ja nichts mit meiner Erkunft zu tun und auch nichts mit meinem Thema.
00:01:28: Aber ich probiere mich jetzt extra mal auf die andere Seite.
00:01:36: Was ist dann passiert?
00:01:38: Wir durften ein neues System für eine ganz große Versicherung.
00:01:43: Ich nenne sie dann mal mit diesen blau-weißen Im Plenum nenne ich jetzt keinen Namen.
00:01:50: Ein neues System bauen, wo man dann sagte, wir können das nur bauen, wenn die anderen uns auch verstehen.
00:02:01: Wir haben uns im Team angeschaut und haben gesagt, wir verstehen aber die Entwicklung nicht.
00:02:07: Und die Entwicklung stand auf der anderen Seite und sagte, wir verstehen die anderen nicht.
00:02:16: Zu dem Zeitpunkt meinte der Chef der IT, lass uns doch mal neu erfinden.
00:02:26: Werdet doch mal euer Gegenüber.
00:02:31: Wir saßen alle, haben im Raum geschaut, keiner hat ihn verstanden.
00:02:37: Es war die erste Einsamkeit eigentlich im Berufsleben.
00:02:42: Urgesagt hat, so jetzt reißt euch zusammen, wechselt die Seite und kümmert euch bitte mal um den Blickwinkel des anderen.
00:02:50: Also was haben wir gemacht?
00:02:51: Wir sind quasi in die Rolle unseres Gegengebers geschlüpft.
00:02:57: Sechs Wochen durften wir einen in die IT, Die anderen durften sechs Wochen zu uns in den Fachbereich rein.
00:03:04: Und dann sagte er einen Spruch, wo er sagte, stell dir vor, es gibt einen Elefanten, den möchtest du durch die Eingangstür drücken.
00:03:17: Jeden war klar, gelingt einem nicht.
00:03:21: Also, sind wir aus dem Raum raus und hatten erst mal das Problem, dass keiner wusste, wo ist eigentlich unser Ziel von dieser ganzen Geschichte.
00:03:34: Das Ziel fängt in der Kommunikation an.
00:03:39: Der Abteilungsneider- und IT-Vorstand sagt uns dann, zerteilt den Elefant in so kleine Elemente, dass sein Gegenüber ihn auf der Gegenseite eins zu eins wieder zusammenbauen kann.
00:03:52: Die nächste Lehre in unseren Köpfen.
00:03:56: Also was heißt es, entsprechend ein Elefant zu zerteilen und das auf ein IT-System zu projizieren?
00:04:03: Keiner hat es verstanden in dem Moment.
00:04:08: Ich gehe mal bewusst zurück.
00:04:10: Weil das ist genau die Botschaft, die ich dann im Endeffekt jahrelang gelebt und projiziert habe, oder jetzt auch immer noch so lebe.
00:04:22: Der wollte uns sagen, geht einfach ein Stück zurück.
00:04:26: Denkt nicht an der tiefsten Schraube, wo ihr überhaupt drehen könnt, sondern schaut euch das Ganze ein bisschen weiter weg an.
00:04:36: Und ich glaube genau, das ist auch ein Thema, wo wir darüber sprechen.
00:04:39: Und Rick, Ich darf mal ganz kurz symbolisch dein Bild verwenden.
00:04:45: Stellt euch vor, ihr schreibt ein Problem ganz groß hier auf diesen Zettel.
00:04:52: Dann nimmt dieses Problem den ganzen Raum dieses Zettel ein.
00:05:01: Dieses Problem ist aber so groß, dass man sich lösen kann.
00:05:05: Deswegen sagt er einmal, gehen wir einen Schritt weiter weg.
00:05:09: Da ist das Problem nicht mehr so groß, aber er hat uns noch den zweiten Tipp gegeben.
00:05:15: Schreibt es einfach mal kleiner drauf.
00:05:17: auf dem Zettel.
00:05:20: Bleibt außenum sehr viel Raum, um noch was anderes zu machen.
00:05:25: Und dann hat es bei uns das erste Mal Klick gemacht.
00:05:28: Das erste Mal hat es Klick gemacht, wo es dann hieß, kleine Elemente zu bauen, dem anderen in die andere Richtung zu geben, zu verstehen und gemeinsam in eine Richtung loszulaufen.
00:05:40: Ich dachte zu dem Zeitpunkt, ja, du hast eigentlich ziemlich viel erreicht, schon in diesem Job.
00:05:48: Dann habe ich mich entschieden, aus einem Unternehmen rauszugehen, habe gesagt, ich wechsle jetzt die Seite und gehe zu einer Unternehmensberatung.
00:06:01: Einstellungsgespräch alles super, ich habe ein gutes Gefühl.
00:06:05: Mein Arbeitgeber war dergleiche.
00:06:09: Nein, ich muss anders sagen, ich bin ausgeschieden bei einem Arbeitgeber.
00:06:15: Ich bin wieder hingekommen in einer neuen Rolle als Unternehmensberater in der gleichen Tätigkeit.
00:06:23: Was ist dann passiert?
00:06:25: Wir hatten gutes Verhältnis alle miteinander.
00:06:28: und dann auf einmal guckte mich keiner mehr an.
00:06:30: Wir haben gesagt, jetzt trägt so ein Anzug, jetzt verdienst du wahrscheinlich das Doppelte am Geld von uns und machst jetzt die gleiche Aufgabe.
00:06:40: Die nächste Einsamkeit quasi, die uns begegnet ist oder mir speziell begegnet ist, gehen dann soweit, dass man mir teilweise keine Informationen gegeben hatte, die ich zwei Tage vorher noch hatte.
00:06:56: Andere Informationen waren auf einmal da, weil man in einem Necksternkreis unterwegs war.
00:07:02: Das nächste war dann, wie komme ich hier aus diesem Unternehmen raus?
00:07:07: Jetzt mit meiner neuen Rolle.
00:07:14: Der Abteilungsleiter meinte dann, du hast ja nur da angefangen, damit du entsprechend deinen Portemonnaie voll machst und uns hier hängen lässt.
00:07:25: War quasi die erste Botschaft, wo er gesagt hat, was machst du hier eigentlich?
00:07:33: Ich musste echt kurz überlegen, wie er das gemeint hat, aber ich glaube, er hat es wirklich ernst gemeint.
00:07:38: war die nächste Einsamkeit in meinem Business.
00:07:42: Okay, ich dann irgendwann aus diesem Projekt rausgekommen, sagten meine Kollegen zu mir, du bist ein Exot.
00:07:53: Finde ich wieder darüber nachzudenken, was meint er jetzt mit einem Exot?
00:07:57: Sehr ja, du bist bei einer Unternehmensbratung angestellt.
00:08:00: Du bekommst jetzt, sag ich, meine Informationen, um gestalterichtig zu sein.
00:08:06: Ich sagte ja, genau deswegen habe ich die Seite gewechselt.
00:08:10: Aber das Thema, was du machst, Das machen wir eigentlich nie.
00:08:14: Du bist viel zu nah an der RT dran.
00:08:17: Du verstehst die.
00:08:22: Das wird schwierig hier in dieser neuen Rolle, in dieser neuen Funktion, Aufträge für den Kunden oder auch für die neue Firma entsprechend begleiten zu können.
00:08:35: Es wurde aber dann immer mehr, wo man gesagt hat, ja, vielleicht braucht man das Wissen, was der Christoph hat, auf der einen und auf der anderen Seite vielleicht noch viel mehr, weil man gesagt hat, Die verstehen sich nicht.
00:08:47: Und das war in einem anderen Konzern denn alles gleiche?
00:08:50: Der eine hat nicht mehr da reingesprochen.
00:08:52: Der andere hat nicht mehr da reingesprochen.
00:08:54: Die Projekte wurden teuer, teuer und teuer.
00:08:56: Und auf der anderen Seite hieß es dann wieder, du bist doch ein Exot.
00:09:03: Ja, ich bin der Exot, aber ich glaube, diesen Exot braucht ihr, um eure Arbeit auch ins Ziel tragen zu können.
00:09:13: Und ich glaube, das war einer der ersten Punkte für mich, zu sagen, du denkst anders als die ganzen anderen.
00:09:21: Auf der anderen Seite heißt es auch, du musst gegen Größe mit Müll kämpfen, als sie eingeschrieb ist.
00:09:29: Stellt ihr mir dann abends wieder die Frage, hast du den richtigen Job gewählt?
00:09:34: War auch kurz am Zweifeln, ob ich das weitermachen soll?
00:09:37: Und jetzt erst recht.
00:09:40: Jetzt erst recht in dem Kontext, weil ich dann mehrere Projekte geleitet habe und entsprechend auch die Frage im Konzern gestellt bekommen hat und möchtest du Managementverantwortung übernehmen?
00:09:54: Ich überlegte kurz, auf der einen Seite habe ich genau gemerkt, hier ploppt irgendetwas auf, was der Fisch hingehört.
00:10:06: Auf der anderen Seite, der typische Engel, der sagt, ja, das musst du machen, damit du auch dein Wissen transportieren kannst bzw.
00:10:13: entsprechend auf andere vermitteln.
00:10:16: Habe ich dann auch gemacht.
00:10:18: Habe ich gesagt, ich nehme diese Rolle an und ich möchte gerne mein Wissen auf andere Menschen transportieren.
00:10:23: Und da habe ich gesagt, ne, du hast erst mal keinen Tipp.
00:10:27: Du kannst das nicht vermitteln.
00:10:29: Du musst jetzt quasi Verantwortung übernehmen und auf der anderen Seite aber auch bitte dafür sorgen, dass wir so viel Wissen hier vorrätig bekommen, dass wir es irgendwann auf andere transportieren können.
00:10:39: Das ist ja gut, das wird ja super gehabt.
00:10:42: Nimm ich gar nicht.
00:10:43: Oder ich mache ein achtbeiniges Spagat, wo ich dann dachte, ja.
00:10:49: Das war die ersten Situation, wo ich dann nach sich mehr schlafen konnte.
00:10:54: Man hat mir auch verlegt, mach bitte drei Millionen Umsatz, mach bitte aber auch eine Teamentwicklung, bauen Leistungsangebot auf, aber ohne Menschen.
00:11:08: Das war jetzt so der Moment, wenn ich jetzt ein Mikrofon im Fenster rausschmeißen könnte, bin ich nicht in einem Laptop gesprochen, wäre es der Moment gewesen, wo der eigentlich rausgeflogen wäre.
00:11:19: Ja, ich habe es trotzdem gemacht.
00:11:21: Ich habe gesagt, weil ich habe mir den inneren Monk gesetzt und habe gesagt, ich hole euch hier aus dieser Komfortzone raus und zeige es euch jetzt, wie es doch gehen könnte, indem ich wieder das Bild des Elefanten mir angeguckt habe.
00:11:36: Dann habe ich gesagt, ich teile jetzt Elemente in so kleinen Teile, dass sie durch die Tür passen, egal mit Team oder hohem Team.
00:11:47: Auf der anderen Seite war mir klar, der Gegenwind wäre das ganz massiv sein, weil entweder erreiche ich mal ziellich, hat vielleicht vielleicht vierzig, fünfzig, sechs Prozent weniger Kohle in der Tasche.
00:11:57: Und es ist eine nächtelange Arbeit, wo jeder denkt, na ja, werden wir auch einfacher mit einem anderen Projekt kommen können.
00:12:04: Und dann merkte man, es waren immer mehr Mitstreiter dabei, die Interesse bei diesem Thema anzumachen.
00:12:11: Auf einmal stand da aus dem Nächsten ein Team von zehn bis fünfzehn-willigen Personen, die Interesse hatten, das Ganze mitzumachen.
00:12:22: Dann kam die nächste Keule und dann änderte sich der Chef.
00:12:26: Und der Chef sagte dann zu mir, ja das Thema war überhaupt keine Priorität mehr.
00:12:32: Brauchen wir nicht.
00:12:33: Ist was, was ihr selber machen könnt.
00:12:36: Wir positionieren uns weiter vorne und nicht hinten in der Umsetzung.
00:12:40: Das ist ja super.
00:12:41: Jetzt sind hier fünfzehn Leute, die stehen in Lohn und Brot und wir fokussieren kein Projekt mehr.
00:12:48: Haben wir noch gedacht.
00:12:52: Wieder so einen Moment.
00:12:53: wo du dir dann überlegt hast, machst du eigentlich das Richtige?
00:12:57: Also so, zwei Schritte zurück.
00:13:01: Guck dir deinen Problem auf dem Zettel an.
00:13:04: Guck dir den Elefanten an.
00:13:07: Und jetzt machen wir es mit den fünfzehn Leuten in Otze.
00:13:12: Ich habe mich da vorgestellt von den Leuten, die Leute waren in Lohn und Brot.
00:13:15: Alles gut.
00:13:18: Und dann wechseln wir zu der Chef.
00:13:23: Ich kann das jetzt noch drei, vier Mal wiederholen, aber ich kürze es ab.
00:13:26: Es waren siebzehn Chefs in siebzehn Jahren.
00:13:32: Und es war dann teilweise so, dass der Chef gesagt hatte, du machst jetzt sogar einen Umsatz, aber die Weiterentwicklung der Mitarbeiter stagniert.
00:13:46: Gut, jetzt ist so die Zeit, wo ich dachte, jetzt musst du dich mal hinsetzen und das eigentlich mal zu verdauen.
00:13:55: Und er meinte dann, willst du das eigentlich noch weitermachen?
00:14:00: Und dann habe ich den gesagt, nö.
00:14:04: Auf Deutsch gesagt, macht euren Scheiß allein.
00:14:08: Okay, ich bin in eine andere Rolle gewachsen, hatte dann kein Team mehr, keine Verantwortung.
00:14:14: Und auf der anderen Seite, die fünfzehn Leute, sollten sich um ein Thema kümmern, mit dem wir vor allem nie was zu tun hatten.
00:14:21: So wirklich im Tun.
00:14:24: Ich habe bewusst mich dagegen entschieden, eine Grenze gesetzt, also bis hierhin und nicht weiter.
00:14:32: Und auf einmal passierte Folgendes.
00:14:36: Ich weiß, dass ich gestern, dreiundzwanzigundzwanzig, an einem Mittwochabend, ruft mich meinen Chef an und sagt, Willst du dieses Thema nicht wieder übernehmen?
00:14:47: Wir kommen an der Stelle nicht weiter.
00:14:49: Wir haben festgestellt, hier liegen Dixtausende Euros, oder auch, man kann es als Million bezeichnen, auf dem Boden, die keiner aufheben kann.
00:14:59: Außer du.
00:15:03: Okay, der hat's glaube ich verstanden, was er ihm drei, vier, fünf, sechs, sieben Jahre kommuniziert hat.
00:15:09: Nee, der hat ein Problem.
00:15:10: Er hat seinen Ziehen nicht erreicht.
00:15:13: Man musste irgendwie Was finden, wo er relativ schnell bei seinen höheren Chefs punkten konnte?
00:15:21: Ich habe kurz überlegt.
00:15:24: Ja, ich mache es.
00:15:26: Aber nur mit Unterstützung vom Topmanagement.
00:15:32: So gut.
00:15:33: Ist wahr.
00:15:36: So schwierig wurde das ganze Thema auch.
00:15:39: Weil es dann hieß, du bist ja nicht nur noch in einer kleinen Insel unterwegs, sondern du denkst das jetzt bitte kostendimensional.
00:15:46: Nicht nur auf den einen Bereich, sondern auf alle.
00:15:50: Ich habe gedacht, jetzt bist du ja schon wieder in der Situation, dass kein Mensch, der die Delivery irgendwie sehr stellt, ist genau das gleiche wie sieben Jahre vorher.
00:16:06: Wir haben überlegt, wir haben überlegt und überlegt.
00:16:09: Vielleicht machen wir das jetzt.
00:16:12: Und haben dann gesagt, wir stellen uns so auf, dass wir gegen andere auch gewinnen können.
00:16:18: Aber dann kommen wieder die Kräule.
00:16:22: Bitte nicht so viel Geld ausgeben, die Mitarbeiter sind teuer.
00:16:27: Dann kommen wir jetzt langsam wieder an den Punkt, wo schonmal war, macht euren Kram alleine oder vertraut uns in speziellen Mieren.
00:16:40: Da ist man mir das erste Mal gefolgt und hat gesagt, kümmer nicht bitte darum, dass wir diesen Auftrag gewinnen.
00:16:48: Okay, habe ich gemacht.
00:16:51: Jeder hat ja vorhin schonmal von diesen zwanzig, zwanzig und zwanzig, dreinzwanzig geredet.
00:16:56: Corona hieß glaube ich dieses komische Tier oder wie das hieß.
00:17:02: Man konnte nicht zum Kunden hinfahren.
00:17:05: Man musste aber trotzdem eine Situation erzeugen, dass man vertrauenswürdig, kompetent und qualitativ hochwertig arbeiten sollte, konnte, musste, durfte, ihre Mannes bezeichnen.
00:17:22: Ja, wir haben dann online das ganze Ding gepitched.
00:17:25: Ich hatte vierzig Fieber und Corona.
00:17:31: Wir haben das Ding gewonnen und haben die Konkurrenz quasi eliminiert mit unserem Gedanken und unserem Weitblick.
00:17:41: Auch da war der Elefant wieder eine entsprechende Rolle, weil wir haben nicht das Thema auf den Punkt gedacht, sondern etwas größere Linien gezogen.
00:17:51: Okay, es war dann wirklich der erste große Einzelauftrag in unserer Division, wo man dann gesagt hat, du bist der Held, du bist der Beste.
00:18:04: Ohne dich hätte es ja gar nicht funktioniert.
00:18:06: Das waren dreieinhalb Millionen Umsatz.
00:18:09: Für einen Kunden in dieser kleinen Mische gab es in diesem Konzern noch nicht.
00:18:16: Acht Leute, ins Team geschoben.
00:18:19: Kunde sagen, ich brauche den, den und den.
00:18:21: Ich weiß, die Ressourcen sind knapp.
00:18:23: Aber ich möchte den jetzt auch schon haben.
00:18:28: Das Projekt ist los.
00:18:30: Meine Chefs haben die freundlichen Mails geschrieben.
00:18:33: Und haben gesagt, boah, alles erreicht.
00:18:36: Den größten Auftrag der Historie geholt.
00:18:40: Aber es hat keiner auf mich gehört, wo ich gesagt habe, das Ding wird schwierig, weil wir haben keine Menschen.
00:18:46: Sondern wir brauchen die Menschen von allen anderen Bereichen, um dieses Ding überhaupt durch die Tür zu drücken.
00:18:55: Wir haben sie gefunden, alles gut.
00:18:57: Das Projekt startete im November.
00:19:00: Im Februar sagt der Kunde, wir brauchen euch nicht mehr.
00:19:06: Wir sind noch gar nicht so weit, dass wir diese Dienstleistungen, so wie ihr sie eingekauft habt, auch wirklich durch die Tür tragen können.
00:19:16: Geht bitte nach Hause.
00:19:20: Jetzt kommt die Situation, wo ich dachte, ich werde im absolut falschen Film.
00:19:28: Freitags Nachmittags freue ich von dem Münchner Büro auf eine Veranstaltung in den Europapark.
00:19:34: Ich sollte eigentlich ein Musik-Event sein und dann geringle mein Handy, der oberste Chef von unserem Laden dran und sagt, du bist schuld.
00:19:46: dass dieses Projekt gegen die Wand gefahren ist.
00:19:50: Gut, jetzt kannst du ja eigentlich mit der Hundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
00:20:16: Zu dem Zeitpunkt war ich seit zehn Jahren im Konzern.
00:20:19: Ich habe gesagt, jetzt wird es spannend, weil ich gesagt habe, ich möchte das nicht mehr.
00:20:28: Und alle anderen haben es unterschrieben.
00:20:30: Also, wenn ihr mich jetzt in dieses Boot nehmt, seid ihr mit beteiligt.
00:20:35: Und dann hatte ich weitere Gegner.
00:20:36: Da hatte ich auf einmal Personalgespräche.
00:20:41: Dann hatte ich auf einmal die Revision bei mir auf dem Tisch sitzen.
00:20:46: Die gesagt haben, wir gucken mal uns seinen Reisekosten an.
00:20:49: Wir gucken uns mal eine Zeugnisse an, wir gucken uns mal eine Weiterbildung an.
00:20:53: Da war der Punkt gekommen, was eigentlich ein großes Thema ist, zu sagen, wir gehen auseinander.
00:21:03: Was ist eigentlich der Kern dieser ganzen Botschaft?
00:21:07: Ein Kern dieser Botschaft ist, stelle unangenehme Fragen so früh wie möglich, holen die rechtzeitig Leute ins Boot, die entsprechend dir zuhören oder dir auch ein entgegenspielen zuhören auf der anderen Seite sicherlich aber auch so weit ab, dass ihr keiner das Bein irgendwie einfach wie eine Sense wegspielen kann.
00:21:38: So, schön und gut, bin dann ganz fertig in meiner Geschichte.
00:21:41: und mit der Einsamkeit auch nicht zu Ende.
00:21:44: Wir haben uns getränkt, in ein Handhausunternehmen gegangen, ich kam aus um sixundfünfzig tausend Mann Konzernen, habe aber dann gedacht, ein Großkonzern sind zehn Jahre, achtzehn Jahre reicht jetzt.
00:21:58: Gestern mal zu einem Mittelständler, der in Summe nur noch fünfundsechzig Mitarbeiter hatte.
00:22:05: Diese Mitarbeiter hatte ich teilweise in der Verantwortung im Konzern, in meiner Abteilung.
00:22:10: Und er hatte im ganzen Umfeld nur so viel.
00:22:14: Es hat keine drei Tage gedauert, hatte ich diesen Vertrag unterschrieben bei diesen neuen Arbeitgeber.
00:22:20: Alles Gute, ich dachte, wie haben wir dann zu starten, das könnte gut sein, alles prima.
00:22:27: Bin gestartet.
00:22:28: Am zehn Januar fuhr ich in die Schweiz.
00:22:32: Wo es eigentlich darum ging, eine Projekteskalation zu machen.
00:22:38: Hat man wenig gesagt.
00:22:39: Der Chef hat gesagt, wir fahren für den Austausch in die Schweiz.
00:22:43: Wir gucken mal, wie es weitergeht.
00:22:47: In der Schweiz wurden aber vorher, was mir keiner gesagt hatte, zehn Millionen Schweizer Franken verbrannt.
00:22:53: Also projektechnisch.
00:22:56: Ja, meine Aufgabe war, mit dem Kunden zu sprechen, als verantwortlicher.
00:23:03: Also okay, wo sind die mit Streiter?
00:23:07: Wo sind die Mitfahrer?
00:23:09: Wo sind sie?
00:23:10: Sie sind nicht da.
00:23:11: Also, wieder den Schritt zurück.
00:23:15: Passt das durch die Tür?
00:23:17: Nö, passt nicht durch die Tür.
00:23:18: Freistaub überhaupt hin?
00:23:20: Ja, ich muss hin.
00:23:22: Die nächsten Nächste, die mich wieder schlafen muss, haben mit Band liegen lassen.
00:23:28: Und auf der anderen Seite dann... Ich hatte jetzt nicht nur zehn, fünf, zehn, zwanzig Leute in disziplinärischer Führung, sondern fünfundsechzig, die in Lohn und Brot gebracht werden sollen.
00:23:40: Nur fährst am zehnten Jahr neuer in einer neuen Shop zu einer Eskalation.
00:23:46: Und da änderte sich, ich habe gerade in dieser Firma neu angefangen, änderte sich gerade schon wieder mein Set gedanklich, wo ich dachte, das funktioniert nicht.
00:23:59: Das wird nichts.
00:24:00: Du musst hier irgendwie aus dieser Nummer wieder rauskommen.
00:24:05: Ganz gelöst dieses Thema, aber dann wurde es spannend.
00:24:12: Dann erzählte der Chef mir, ich möchte meinen Laden gerne verkaufen und möchte mich sukzessive zurückziehen.
00:24:22: Das ist ja spannend.
00:24:24: Auf der einen Seite soll ich Mitarbeiter aufbauen, auf der anderen Seite soll man große Projekte gewinnen oder Kooperationen eingehen.
00:24:31: Auf der anderen Seite sagt er dann, ich möchte meinen Laden verkaufen.
00:24:35: Also nochmal wieder beim nächsten Thema.
00:24:37: Er hat mein Wissen.
00:24:38: benutzt, um entsprechend seinen Laden höher preisig an die Konkurrenz zu verkaufen.
00:24:45: Okay, kurz Gedanken gemacht.
00:24:48: Fünf Millionen mehr hat dieses Thema in die Kasse gespült.
00:24:54: Fünfundsechzig Mitarbeiter, die jetzt eigentlich keinen Chef mehr hatten, weil der ja eigentlich schon das ganze Ding gekündigt hatte.
00:24:59: Und ich sollte thematisch ein neues Team aufbauen, die sich gegenseitig die Bälle hin und her schmeißen.
00:25:07: Also gut, machen wir oder machen es nicht?
00:25:10: kam der nächste verändernde Schritt in meiner Birne, wo ich dann dachte, auf Dauer könnte das nichts wert, sondern du musst aus diesem gefangenen Hafen hier irgendwie raus.
00:25:25: Dann kam dieser Chef mir zum Glück zuvor und hat mich ein Monat nach der Probezeit entlassen.
00:25:34: Also okay, jetzt ist der Punkt erreicht, wo ich euch sage, ich lass viel mit mir machen, aber jetzt ist der Proben überspannt.
00:25:44: habe eben ihn geklagt, habe in allen Punkten echt gekommen und da war mir klar, nie mehr Großkonzern, nie mehr Mittelstand, sondern jetzt machst du selber.
00:25:57: Und zwar in der Situation war mir klar, du hast gar nicht so viel Mittel aufbauen können in der Zeit, weil du immer nur funktioniert hast und immer nur für die Arbeit da warst und hast dann das gemacht, was andere von dir wollten.
00:26:12: Also jetzt muss das anders sein.
00:26:14: Ich habe da eine lange Zeit noch Geld weiter bezahlt bekommen und in der Zeit habe ich mich neu erfunden.
00:26:20: In der Zeit habe ich gesagt, ich erfinde mich jetzt so, dass mein Gegenüber bewegt ist, selber was zu tun und nicht in der Erdhängigkeit ist von einer bestimmten Person.
00:26:35: Ich habe mir Gedanken gemacht, wie machst du das?
00:26:41: Ich fahre jetzt an München zum Patentamt und trage eine Marke ein.
00:26:47: Und die Marke ist genau so, Ich habe dieses Hero Fire genannt, weil ich hatte nur Feuer.
00:26:55: Ein Leben lang in meinem Projektgeschäft hatte ich nur Feuer.
00:26:59: Ich habe gesagt, ich brauche dieses Feuer nicht, weil ich möchte es auch nicht mehr.
00:27:02: Sondern es muss anders gehen.
00:27:07: Und dann bin ich da eingefahren und habe es eingetragen.
00:27:12: Und jeder dachte, was hat der denn da für eine hinspinste Idee?
00:27:17: Der denkt, das ganze Projektgeschäft oder das internationalen Konsal den jetzt neugen.
00:27:23: Das wird nix, haben alle gesagt.
00:27:25: In euch zeige ich jetzt, dass es funktioniert.
00:27:28: Kommen, lösen, befähigen und gehen.
00:27:31: Das ist seit Anfang des Jahres meine Devise und das ganze Thema.
00:27:36: Kleiner gedacht, Zielgerichte gedacht und entsprechend so fokussiert auf mein Gegenüber, dass es dann entsprechend von dem auch geleistet, umgesetzt, weiter betrieben werden kann.
00:27:51: Deswegen meine Botschaft an alle, die hier in dem Saal sind, traut euch rechtzeitig den Mund aufzumachen.
00:27:59: Und schluppt nicht so viel runter, wie ihr könnt, weil wir können ziemlich viel wunderschuppen.
00:28:04: Aber es ist, schuldigung die Wortwahl, scheiße, weil es läuft irgendwann im eigenen Kopf über.
00:28:12: Und deswegen stellt die unbequemen Fragen erst mal euch selber, wenn ihr alleine seid, geht aber danach mit diesen Fragen raus und transportiert sie in die Welt.
00:28:24: Weil nur dann kann es auch irgendwo eine Veränderung geben, eine Transformation oder auch ein Weitwinkel, den jeder selber lösen kann.
00:28:34: Vielen Dank, dass ich hier sprechen durfte.
00:28:42: Lieber Christoph, ich freue mich sehr, dass ich dich schon kennengelernt habe, bevor du deine Marke eingetragen hast.
00:28:51: Und ich begrüße es sehr, dass du deinen selbstbewusstsein gefunden hast, wirklich deinen Weg zu gehen.
00:29:04: Und wir haben vorher auch schon, auch bei Ralf gehört, wie schwierig es ist, als Führungspersönlichkeit Verantwortung zu übernehmen und zu bestehen und was du erzählt hast, ohne Mitarbeiter, ohne Team, ohne alles und immer den Elefanten durch jede Tür gekriegt.
00:29:28: Und ich weiß, dass du alle Elefanten, die jemals vor deiner Tür warten, die kannst du alle zerhackstücken und durch die Tür dran.
00:29:38: Und ich freue mich wirklich weiter von dir zu hören.
00:29:42: Das wird großartig.
00:29:44: Ulrike, vielen Dank für deinen Feedback.
00:29:45: Aber ich glaube, ich muss das Messer mal wieder schärfen, dass jeder Elefant da durchpasst.
00:29:51: Weil, das ist jetzt siebzehn Jahre abgenutzt, das Messer.
00:29:54: Das muss nochmal kurz geschliffen werden.
00:29:57: Die tören werden kleiner oder auch größer, aber die Elefanten werden noch größer.
00:30:02: Ich weiß, dass du das schaffst.
00:30:11: Aber danke.
00:30:12: Wir interessieren mit jemandem.
00:30:15: Sogar lange diese Situation steckt, der sagt, er weiß, es zupf währt irgendwo für die Firma.
00:30:21: Und gleichzeitig natürlich, das ist meistens auch mit guten Einkommen und so verbunden.
00:30:26: Und wir sagen, ja, gut, dann machen wir das aber weiter.
00:30:29: Was empfiehst du, wie empfiehst du Menschen und wann empfiehst du Menschen zu sagen?
00:30:34: Ja, okay, komm.
00:30:35: Den Scheiß mach ich nicht mehr mit.
00:30:37: Ich mach jetzt mein eigenes Weg.
00:30:39: Ich geh jetzt in die Selbstständigkeit, vor der haben ja viele Leute dann Angst und so was.
00:30:43: Würdest du es heute noch genauso sagen in der Situation, wo jetzt in so einem Absprung sind, wenn ich dir sage, komm, mach's trotzdem.
00:30:49: Geh deinen Weg alleine mit dem, was dir wirklich am Herzen legt.
00:30:54: Auf jeden Fall an der Stelle.
00:30:55: Und ich glaube, ich habe für mich diesen Punkt drei, vier, fünf Jahre zu spät gezogen.
00:31:03: Und wenn man merkt, und da gucke ich jetzt mal in Christianes Richtung, wenn man merkt, der Körper will einem irgendetwas sagen, ist es n Augenflackern, ist es ein Zungen im Bein, ist es ein Rückenschmerzen, dass man kaum noch aufstehen kann, hört man da rein in euch, was da passiert.
00:31:21: und das kann man am besten, wenn man alleine ist.
00:31:25: Da braucht man keinen Tanzzahlvoller Leute, die irgendwie was urteilen, sondern finde zu dir selber.
00:31:33: und zwar, wenn die größte Scheiße dir am Bein hängt.
00:31:37: Auf Deutsch gesagt.
00:31:37: Entschuldigung, die Wortwahl, aber nur dann wird einem auch klar, was einem wirklich wichtig ist.
00:31:43: Und jeder, der irgendwo einsam ist, kann nicht verstehen, aber jeder hat irgendwo einen Blick in Zweite oder vielleicht auch noch mal zu dem nächsten Schritt für sich oder auch für sein Umfeld.
00:31:58: Jeder sollte nur ganz kurz in sich rein hören, und dann sagen, okay, da sind Steine, da sind Schwierigkeiten, aber ich stelle mich bewusst diesen Schwierigkeiten.
00:32:10: Und dann geht es auf einmal wie von selber.
00:32:12: Ich sage mal, dann gehen Türen zu, wo man denkt, man ist am Ende oder man ist ganz unten, aber dann merkt man, der innere Funke, der einen selber noch am Überleben hält, der brennt so stark, dass man in andere Richtung gehen kann.
00:32:28: Und das ist die Botschaft, die ich jedem nur geben kann.
00:32:31: Jeder hat irgendein Problem, wo er nicht weiter weiß, wo er sagt, ich kann mich nicht verändern, will mich nicht verändern, oder, oder, oder.
00:32:40: Nehmt den Zettel und schreibt das Problem ganz klein auf diesen Zettel.
00:32:45: Dann ist genügend Raum drum herum, um entsprechend zu sagen, hier gibt's noch was anderes.
00:32:56: Gibt es noch weitere Fragen?
00:33:02: Ansonsten, weil ich viel Dank finde, dass ich hier bin.
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